Agrar · Drohnensaat
Zwischenfrucht Ausbringung
Mit Agrardrohnen kann Zwischenfruchtsaatgut auf zuvor definierten Ackerflächen verteilt werden – bei geeigneten Bedingungen auch vor der Ernte in einen stehenden Bestand. Die Methode ermöglicht eine Aussaat ohne zusätzliche Befahrung der Fläche und kann dabei helfen, enge Zeitfenster zwischen Hauptfrucht und Zwischenfrucht zu nutzen. Drohnenscan Huber OG übernimmt die Prüfung der Saatgutmischung, die technische Einsatzplanung, die Ausbringung und die Dokumentation der bearbeiteten Fläche.
Ausbringung anfragen
Einsatzbereiche
Eine Zwischenfrucht-Ausbringung mit der Drohne kann insbesondere für folgende Situationen interessant sein:
- Aussaat vor oder unmittelbar nach der Ernte der Hauptfrucht
- schwer befahrbare oder aufgeweichte Flächen
- stehende Bestände
- geeignete Hanglagen
- kleine oder unregelmäßig geformte Schläge
- Flächen mit engem Aussaatzeitfenster
- Versuchs- und Demonstrationsflächen
Ob eine Drohnensaat für die konkrete Fläche sinnvoll ist, hängt von Saatgut, Bestandsstruktur, Bodenzustand, Strohauflage, Wetterprognose und gewünschtem Aussaatzeitpunkt ab.
Pflanzenbauliche Voraussetzungen
Bei der Drohnensaat wird das Saatgut auf der Boden- oder Bestandsoberfläche verteilt und üblicherweise nicht mechanisch eingearbeitet. Für Keimung und Feldaufgang sind daher insbesondere ausreichende Bodenfeuchtigkeit, zeitnaher Niederschlag und möglichst guter Bodenkontakt erforderlich.
Eine dichte Strohauflage oder ein dichter Pflanzenbestand kann verhindern, dass Saatkörner den Boden erreichen. Trockenheit nach der Ausbringung kann den Auflauf verzögern oder vermindern.
Die Eignung einer Saatgutmischung hängt unter anderem ab von:
- Saatgutgröße und Kornform
- Tausendkorngewicht
- Schüttdichte und Fließverhalten
- vorgesehener Saatstärke
- Streufähigkeit der Mischung
- möglicher Entmischung unterschiedlich großer Komponenten
- Feuchtigkeitsbedarf und Keimverhalten
- notwendigem Bodenkontakt
Fein- und kleinkörnige Arten lassen sich häufig gut mit geeigneten Streusystemen verteilen. Große oder schwere Saatkörner, hohe Ausbringungsmengen und stark unterschiedliche Mischungskomponenten müssen gesondert geprüft werden.
KI-generiert Technologie und Vorgehensweise
Die Ackerfläche wird anhand digitaler Feldgrenzen erfasst und in eine geplante Flugroute überführt. GPS- beziehungsweise RTK-gestützte Navigation unterstützt die Einhaltung der vorgesehenen Flugbahnen und Flächengrenzen.
Das Saatgut wird über ein Streusystem ausgebracht. Vor dem Einsatz werden insbesondere folgende Parameter festgelegt:
- Saatgutmischung und vorgesehene Saatstärke
- Streubreite und Flugbahnabstand
- Flughöhe und Fluggeschwindigkeit
- Einstellung des Streusystems
- Flächengrenzen und Ausschlussbereiche
- Hindernisse und Sicherheitsabstände
- geeignete Wind- und Wetterbedingungen
Die Positionsgenauigkeit der Drohne ist nicht mit einer punktgenauen Ablage einzelner Saatkörner gleichzusetzen. Die tatsächliche Verteilung hängt zusätzlich vom Saatgut, vom Streusystem, von der Flughöhe, der Geschwindigkeit und dem Wind ab.
Deshalb wird das System auf die jeweilige Saatgutmischung eingestellt und bei Bedarf vor dem Einsatz mit einer definierten Menge kontrolliert.
Umsetzung in der Praxis
1. Erfassung der Fläche
Für die Planung benötigen wir die Feldgrenze, die Flächengröße, Informationen zur Hauptfrucht und den vorgesehenen Ausbringungszeitraum.
Bei einer Aussaat in einen stehenden Bestand werden zusätzlich Bestandshöhe, Entwicklungsstadium und geplanter Erntetermin berücksichtigt.
2. Prüfung der Saatgutmischung
Die Mischung wird hinsichtlich Korngrößen, Schüttdichte, erforderlicher Saatstärke und technischer Streufähigkeit beurteilt.
Behandeltes oder gebeiztes Saatgut muss vorab ausdrücklich angegeben werden. Kennzeichnung, Produktinformationen und Sicherheitsvorgaben sind bereitzustellen.
3. Prüfung der Standortbedingungen
Vor der Ausbringung werden Bodenfeuchtigkeit, Bestandsstruktur, Strohauflage und Wetterprognose berücksichtigt. Erscheinen die Bedingungen für einen ausreichenden Feldaufgang ungeeignet, wird eine Verschiebung oder ein alternatives Aussaatverfahren empfohlen.
4. Flug- und Streuplanung
Auf Grundlage der Felddaten werden Flugroute, Streubreite, Saatstärke und Sicherheitsbereiche festgelegt. Die Ausbringungsmenge richtet sich nach den Angaben des Auftraggebers beziehungsweise nach der gewählten Saatgutmischung.
5. Ausbringung und Dokumentation
Die Fläche wird entlang der geplanten Flugbahnen bearbeitet. Anschließend werden die verfügbaren Flug- und Einsatzdaten dokumentiert.
Feldaufgang und Erfolgskontrolle
Drohnenscan Huber OG dokumentiert die Ausbringung des Saatgutes, kann jedoch keinen bestimmten Feldaufgang oder eine flächendeckende Begrünung garantieren.
Der tatsächliche Bestand wird insbesondere beeinflusst durch:
- Niederschlag und Bodenfeuchtigkeit nach der Aussaat
- Bodenkontakt der Saatkörner
- Strohmenge und Ernterückstände
- Temperatur
- Saatgutqualität und Keimfähigkeit
- Schädlings- und Vogeldruck
- Saatzeitpunkt
- weitere Bewirtschaftungsmaßnahmen
Optional kann der Feldaufgang nach der Aussaat durch eine Kontrollbefliegung oder eine Begehung dokumentiert werden. Dadurch lassen sich Unterschiede innerhalb der Fläche sichtbar machen, ohne daraus automatisch eine bestimmte Ursache abzuleiten.
Daten und Dokumentation
Je nach vereinbartem Leistungsumfang können folgende Unterlagen bereitgestellt werden:
- digitale Feldgrenze
- geplante und dokumentierte Flugroute
- bearbeitete Fläche
- verwendete Saatgutmischung
- vorgesehene Saatstärke
- geladene und ausgebrachte Saatgutmenge
- Datum und Zeitraum der Ausbringung
- dokumentierte Wetterbedingungen
- verwendetes Drohnen- und Streusystem
- optional ein strukturierter Einsatzbericht
- optional eine spätere Auflaufkontrolle
Die Dokumentation belegt die Durchführung der Ausbringung. Eine homogene Verteilung jedes einzelnen Saatkorns oder ein bestimmter Feldaufgang kann daraus nicht abgeleitet werden.
ÖPUL und betriebliche Vorgaben
Soll die Zwischenfrucht im Rahmen einer ÖPUL-Maßnahme angerechnet werden, müssen insbesondere die jeweils geltenden Anbaufristen, Mischungsvorgaben, Mindestbestandszeiten und Anforderungen an eine ordnungsgemäße Anlage berücksichtigt werden.
Der Auftraggeber muss Drohnenscan Huber OG vor der Ausbringung darüber informieren, wenn die Fläche Bestandteil einer Fördermaßnahme oder einer sonstigen Bewirtschaftungsverpflichtung ist.
Die Einsatzdokumentation kann als betrieblicher Nachweis bereitgestellt werden. Ob alle Voraussetzungen einer konkreten Fördermaßnahme erfüllt sind, wird durch die Ausbringungsdokumentation allein nicht bestätigt.
Ihre Vorteile
Mögliche Vorteile
- keine zusätzliche Befahrung während der Ausbringung
- Aussaat in geeignete stehende Bestände
- Nutzung früher Aussaatzeitpunkte
- Bearbeitung schwer befahrbarer Flächen
- digital geplante Flugrouten
- dokumentierbare Saatgutmenge und Einsatzfläche
- flexible Bearbeitung kleiner und unregelmäßiger Schläge
Nächster Schritt
Zwischenfrucht-Aussaat abstimmen
Senden Sie uns Feldgrenze, Flächengröße, Hauptfrucht, gewünschten Aussaatzeitraum, Saatgutmischung und vorgesehene Saatstärke. Wir prüfen anschließend, ob die Mischung und die Bedingungen für eine Ausbringung mit der Drohne geeignet sind.





