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Agrar · Drohnenscan

Rehkitzrettung

Vor der Grünlandmahd können Wärmebilddrohnen dabei helfen, Rehkitze und andere auffällige Wärmesignaturen in der Fläche zu lokalisieren. Die Suche erfolgt in Abstimmung mit Landwirtschaft und Jagdausübungsberechtigten und unter geeigneten Wetter- und Temperaturbedingungen.

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KI-generiert
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Ausgangslage und Einsatzbereich

Junge Rehkitze bleiben bei drohender Gefahr häufig regungslos im hohen Gras liegen. Dadurch sind sie vor der Mahd vom Boden aus nur schwer zu erkennen.

Eine Drohne mit Wärmebildkamera kann Temperaturunterschiede zwischen einem Tier und seiner Umgebung sichtbar machen. So können verdächtige Positionen aus der Luft gefunden und anschließend durch ein Such- beziehungsweise Rettungsteam kontrolliert werden.

Die Wärmebildsuche ist eine ergänzende Schutzmaßnahme. Sie kann das Risiko übersehener Tiere reduzieren, bietet jedoch keine Garantie dafür, dass sich keine weiteren Tiere in der Fläche befinden.

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Technologie und Vorgehensweise

Die Suche wird möglichst zeitnah vor der geplanten Mahd durchgeführt. Besonders geeignet sind die frühen Morgenstunden, bevor sich Boden und Vegetation durch Sonneneinstrahlung erwärmen.

Die Wärmebildkamera erkennt Temperaturunterschiede, kann aber nicht durch geschlossene Vegetation hindurchsehen. Erkennungsbedingungen und Suchergebnis hängen unter anderem von Außentemperatur, Sonneneinstrahlung, Niederschlag, Vegetationsdichte, Flughöhe und Sensorauflösung ab.

Auffällige Wärmesignaturen werden während des Fluges kontrolliert und nach Möglichkeit mit dem RGB-Kamerabild oder unmittelbar vor Ort überprüft. Warme Steine, offene Bodenstellen oder andere Wärmequellen können ähnlich erscheinen und müssen ausgeschlossen werden.

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Präzise Umsetzung in der Praxis

Vor dem Einsatz werden Fläche, voraussichtlicher Mahdtermin, Ansprechpartner und die Zustimmung des zuständigen Jagdausübungsberechtigten beziehungsweise Jagdleiters abgestimmt.

Die vereinbarte Fläche wird systematisch mit der Wärmebilddrohne abgeflogen. Erkannte Verdachtsstellen werden an das Such- und Rettungsteam übermittelt und vor Ort überprüft.

Das Berühren, Aufnehmen, Sichern oder Umsetzen eines Rehkitzes erfolgt ausschließlich durch den Jagdausübungsberechtigten oder durch Personen, die von ihm ausdrücklich für die Jungwildrettung eingesetzt wurden. Die weitere Vorgehensweise und der Beginn der Mahd werden mit den verantwortlichen Personen abgestimmt.

Zwischen Befliegung und Mahd sollte möglichst wenig Zeit liegen, da Tiere ihren Standort verändern können. Auch nach Abschluss der Suche müssen Landwirtschaft und Jagdverantwortliche während der Mahd aufmerksam bleiben.

Rechtlicher Hinweis:
Der Drohneneinsatz und die Bergung erfolgen ausschließlich nach Abstimmung mit dem zuständigen Jagdausübungsberechtigten beziehungsweise Jagdleiter und nach Prüfung der luftfahrt- und jagdrechtlichen Voraussetzungen. Die Befliegung stellt keine Garantie für die vollständige Erfassung aller in der Fläche befindlichen Tiere dar und ersetzt nicht die erforderliche Sorgfalt während der Mahd.

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Daten, Ergebnisse und Dokumentation

Auf Wunsch wird der Einsatz mit Angaben zu Fläche, Zeitpunkt, Wetterbedingungen und Suchergebnis dokumentiert. Erkannte Verdachtsstellen können als Koordinaten oder markierte Positionen an das Rettungsteam übermittelt werden.

Da gefundene Tiere ihren Standort verändern können, sind Koordinaten immer als Unterstützung für die Suche vor Ort zu verstehen. Sensible Tierstandorte werden nur an die am Einsatz beteiligten Personen weitergegeben.

Das Suchergebnis bezieht sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Befliegung und die dabei vorhandenen Aufnahmebedingungen.

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Koordination und Terminplanung

Anfragen und Flächendaten können über das Anfrageportal übermittelt werden. Für die Einsatzplanung benötigen wir insbesondere:

- Lage und Abgrenzung der zu mähenden Fläche
- geplanten Mahdtermin und ungefähre Uhrzeit
- Kontaktdaten der verantwortlichen Person vor Ort
- Kontaktdaten des Jagdausübungsberechtigten oder Jagdleiters
- Informationen über Hindernisse oder besondere örtliche Bedingungen

Da Wärmebildflüge möglichst früh am Morgen stattfinden, sollten Flächen und Termine so früh wie möglich bekannt gegeben werden. Kurzfristige Einsätze können nur nach Verfügbarkeit und bei geeigneten Flugbedingungen durchgeführt werden.

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RTK und Positionsübertragung

RTK-Technologie kann die Zuordnung erkannter Verdachtsstellen innerhalb der Fläche unterstützen. Die erreichbare Genauigkeit hängt jedoch vom Satellitenempfang, Korrekturdienst, Fluggerät und verwendeten Kartenmaterial ab.

Da sich Tiere bewegen können und Wärmebildsignaturen räumlich nicht immer eindeutig abgrenzbar sind, ersetzt eine RTK-Koordinate nicht die Kontrolle durch das Suchteam. Wenn möglich, werden gefundene Positionen zusätzlich durch direkte Einweisung oder Markierung im Gelände übergeben.

Ihre Vorteile

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Systematische Befliegung der vereinbarten Grünlandfläche
  • Wärmebildsuche unter geeigneten Aufnahmebedingungen
  • Kontrolle auffälliger Wärmesignaturen während des Fluges
  • Übermittlung georeferenzierter Verdachtsstellen
  • Abstimmung mit Landwirtschaft und Jagdverantwortlichen
  • Unterstützung des Such- und Rettungsteams vor Ort
  • Optionale Dokumentation des Einsatzes
  • Digitale Übermittlung von Flächengrenzen und Einsatzinformationen

Nächster Schritt

Mahdtermin frühzeitig melden

Übermitteln Sie uns die Flächengrenze, den geplanten Mahdtermin und die Kontaktdaten der verantwortlichen Personen. Wir prüfen die Verfügbarkeit, die Flugbedingungen und die notwendigen Abstimmungen.

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