Thermografie · Drohnenscan
Gebäudeanalysen
Radiometrische Wärmebildaufnahmen machen Oberflächentemperaturen und thermische Auffälligkeiten an Fassaden, Dächern und schwer zugänglichen Gebäudeteilen sichtbar. Die Auswertung unterstützt eine gezielte technische Kontrolle – unter geeigneten und dokumentierten Aufnahmebedingungen.
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Ausgangslage und Einsatzbereich
Viele Fassaden-, Dach- und Anschlussbereiche lassen sich vom Boden aus nur eingeschränkt beurteilen. Mit einer Wärmebildkamera ausgestattete Drohnen ermöglichen eine berührungslose Übersicht größerer Gebäudeflächen und schwer erreichbarer Bauteile.
Thermische Auffälligkeiten können beispielsweise Hinweise geben auf:
- mögliche Wärmebrücken,
- Bereiche mit auffälligen Temperaturunterschieden,
- mögliche Luftundichtheiten,
- feuchtigkeitsbedingte Auffälligkeiten,
- Unregelmäßigkeiten an Fassaden, Dächern oder Bauteilanschlüssen,
- Veränderungen vor und nach Sanierungsmaßnahmen.
Die Aufnahmen zeigen thermische Muster. Die tatsächliche Ursache einer Auffälligkeit muss bei Bedarf durch weiterführende Untersuchungen bestätigt werden.
Technologie und Vorgehensweise
Die Gebäudeoberflächen werden mit einer radiometrischen Wärmebildkamera und ergänzenden RGB-Aufnahmen dokumentiert. Wärmebilder und sichtbare Aufnahmen werden einander zugeordnet, damit auffällige Bereiche am Gebäude nachvollziehbar lokalisiert werden können.
Für aussagekräftige Ergebnisse sind geeignete Aufnahmebedingungen erforderlich. Dazu zählen insbesondere:
ein ausreichender Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenbereich,
möglichst geringe Windbelastung,
keine direkte Sonneneinstrahlung auf die zu prüfenden Flächen,
trockene beziehungsweise für die Fragestellung geeignete Oberflächen,
geeignete Aufnahmeabstände und Betrachtungswinkel,
die Berücksichtigung von Materialeigenschaften und Reflexionen.
Aufnahmezeitpunkt und Flugplanung werden daher auf das Gebäude, die Fragestellung und die Witterungsbedingungen abgestimmt.
Umsetzung in der Praxis
Vor der Befliegung stimmen wir die zu untersuchenden Gebäudeteile und den Zweck der Untersuchung ab. Soweit verfügbar, werden Angaben zur Gebäudenutzung, Beheizung, Bauweise, zu bereits bekannten Auffälligkeiten und zu früheren Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt.
Während der Befliegung werden die relevanten Flächen systematisch mit Wärmebild- und Sichtbildkamera erfasst. Auffällige Temperaturmuster werden anschließend markiert, räumlich zugeordnet und mit benachbarten beziehungsweise vergleichbaren Bauteilbereichen abgeglichen.
Die Ergebnisse können dabei helfen, Bereiche für eine anschließende Kontrolle vor Ort gezielt einzugrenzen und weiterführende Untersuchungen effizienter zu planen.
Fachlicher Hinweis: Wärmebilder stellen scheinbare beziehungsweise ermittelte Oberflächentemperaturen dar. Eine thermische Auffälligkeit ist für sich allein kein Nachweis für Feuchtigkeit, eine undichte Stelle, einen Baumangel oder einen bestimmten Wärmeverlust. Auch Reflexionen, Sonneneinstrahlung, Wind, unterschiedliche Materialien, Bauteilgeometrien und Wärmequellen im Gebäude können das Ergebnis beeinflussen.
Die Gebäudeanalyse ersetzt daher keine Feuchtigkeitsmessung, Luftdichtheitsprüfung, bauphysikalische Untersuchung, Energieausweisberechnung oder Sachverständigenbegutachtung. Falls eine eindeutige Ursachenfeststellung erforderlich ist, müssen ergänzende Prüfungen durchgeführt werden.
Daten, Ergebnisse und Dokumentation
Je nach vereinbartem Leistungsumfang können folgende Ergebnisse bereitgestellt werden:
- radiometrische Wärmebilder,
- zugehörige RGB-Aufnahmen,
- Kennzeichnung auffälliger Gebäudebereiche,
- Übersicht der Aufnahmeorte,
- Dokumentation wesentlicher Aufnahmebedingungen,
- Beschreibung festgestellter thermischer Auffälligkeiten,
- Empfehlungen für mögliche weiterführende Kontrollen,
- optional ein strukturierter Ergebnisbericht.
Ist die Dokumentation für ein Gerichtsverfahren, eine Versicherung, eine Behörde, eine Abnahme oder eine gutachterliche Bewertung vorgesehen, müssen die jeweiligen Anforderungen vor der Aufnahme gesondert abgestimmt werden.
Ihre Vorteile
Ihre Vorteile im Überblick
- Berührungslose Untersuchung größerer Gebäudeflächen
- Erfassung schwer zugänglicher Fassaden- und Dachbereiche
- Kombination von Wärmebild- und Sichtaufnahmen
- Nachvollziehbare Lokalisierung thermischer Auffälligkeiten
- Dokumentation der Aufnahmebedingungen
- Gezielte Vorbereitung weiterführender Untersuchungen
- Vergleichsaufnahmen bei wiederholten Befliegungen
Nächster Schritt
Thermografieprojekt abstimmen
Senden Sie uns die Adresse, die ungefähre Gebäudehöhe, die zu untersuchenden Bereiche und den gewünschten Verwendungszweck. Wir prüfen anschließend, welcher Aufnahmeumfang und welche Bedingungen für Ihre Fragestellung erforderlich sind.





