Thermografie · Drohnenscan
Photovoltaikanlagen
Radiometrische Wärmebild- und RGB-Aufnahmen machen Temperaturauffälligkeiten und sichtbare Besonderheiten an Photovoltaikmodulen systematisch erfassbar. Die Ergebnisse unterstützen eine gezielte technische Überprüfung und Wartungsplanung – unter geeigneten und dokumentierten Betriebs- und Aufnahmebedingungen.
PV-Inspektion abstimmen
Ausgangslage und Einsatzbereich
Bei größeren Dach- und Freiflächenanlagen ist eine vollständige manuelle Sichtkontrolle häufig mit erheblichem Aufwand verbunden. Drohnen ermöglichen eine berührungslose Übersicht der Modulflächen, ohne jedes einzelne Modul unmittelbar begehen zu müssen.
Die thermografische Inspektion eignet sich unter anderem für:
- regelmäßige Zustandskontrollen
- Prüfungen nach Inbetriebnahme oder Umbauten
- Kontrollen nach außergewöhnlichen Ereignissen
- die Eingrenzung auffälliger Module oder Modulbereiche
- die Vorbereitung gezielter Wartungsmaßnahmen
- wiederkehrende Vergleichsaufnahmen
- Dokumentationen für Betreiber und technische Dienstleister
Untersucht werden können Dachanlagen, gewerbliche Anlagen und Freiflächenanlagen, sofern die örtlichen und luftfahrtrechtlichen Voraussetzungen einen geeigneten Drohneneinsatz ermöglichen.
Technologie und Vorgehensweise
Die Photovoltaikanlage wird während des Betriebs mit einer radiometrischen Wärmebildkamera und einer ergänzenden RGB-Kamera erfasst. Dadurch können thermische Auffälligkeiten mit den sichtbaren Moduloberflächen und der Anlagenstruktur abgeglichen werden.
Mögliche Auffälligkeiten sind beispielsweise:
- einzelne Hotspots
- auffällige Zell- oder Modulbereiche
- ungewöhnliche Temperaturmuster innerhalb eines Moduls
- thermisch abweichende Module oder Modulgruppen
- mögliche String- oder Verschaltungsmuster
- sichtbare Verschmutzungen, Beschädigungen oder Verschattungen
- Hinweise auf Bereiche, die weiterführend geprüft werden sollten
Für aussagekräftige Aufnahmen muss sich die Anlage in einem geeigneten Betriebszustand befinden. Erforderlich sind insbesondere eine ausreichende und möglichst stabile Sonneneinstrahlung, geeignete Wind- und Wetterbedingungen sowie passende Aufnahmeabstände und Betrachtungswinkel.
Kurzzeitige Verschattungen, Reflexionen, wechselnde Bewölkung, Wind, unterschiedliche Modulmaterialien oder Verschmutzungen können die thermischen Muster beeinflussen. Aufnahmebedingungen und relevante Umgebungsparameter werden daher bei der Auswertung berücksichtigt.
Umsetzung in der Praxis
Vor der Befliegung stimmen wir Anlagengröße, Anlagenlayout, Prüfzweck und gewünschte Ergebnisse ab. Soweit verfügbar, werden Modulpläne, Stringpläne, Anlagenbezeichnungen und frühere Prüfberichte in die Vorbereitung einbezogen.
Die Befliegung erfolgt entlang geplanter Flugbahnen. Dabei werden Wärmebild- und Sichtaufnahmen möglichst vollständig und nachvollziehbar erfasst. Auffällige Bereiche werden anschließend lokalisiert, dokumentiert und mit benachbarten Modulen beziehungsweise vergleichbaren Anlagenbereichen abgeglichen.
Abhängig vom Auftrag können die Auffälligkeiten nach ihrer Ausprägung und dem empfohlenen weiteren Prüfbedarf geordnet werden. Dadurch lassen sich technische Nachkontrollen und Wartungsarbeiten gezielter planen.
Fachlicher Hinweis: Eine thermische Auffälligkeit ist nicht automatisch der Nachweis eines bestimmten Defekts. Ähnliche Temperaturmuster können unterschiedliche Ursachen haben. Dazu zählen unter anderem elektrische Fehler, Verschattung, Verschmutzung, Reflexionen, unterschiedliche Betriebszustände oder äußere Einflüsse.
Mikrorisse, Isolationsfehler, Leistungsabweichungen und konkrete elektrische Ursachen können mit einer Drohnen-Thermografie allein nicht zuverlässig festgestellt werden. Die abschließende Beurteilung und Fehlerdiagnose muss bei Bedarf durch eine entsprechend qualifizierte Elektrofachkraft und ergänzende Prüfverfahren erfolgen.
Daten, Ergebnisse und Dokumentation
Je nach vereinbartem Leistungsumfang können folgende Ergebnisse bereitgestellt werden:
- radiometrische Wärmebilder
- zugehörige RGB-Aufnahmen
- Übersichtskarte der untersuchten Anlage
- Kennzeichnung thermisch auffälliger Module oder Bereiche
- Anomalieliste mit Positionsangaben
- dokumentierte Aufnahme- und Umgebungsbedingungen
- Beschreibung der festgestellten Auffälligkeiten
- Priorisierung für weiterführende Kontrollen
- optional ein strukturierter Inspektionsbericht
Temperaturwerte und Temperaturdifferenzen werden nur im Rahmen der jeweiligen Messbedingungen ausgewiesen. Daraus lässt sich nicht ohne zusätzliche Prüfung ein konkreter Leistungsverlust oder zukünftiger Energieertrag ableiten.
Soll die Dokumentation für eine Abnahme, Gewährleistung, Versicherung oder ein Gutachten verwendet werden, müssen die jeweiligen Anforderungen und erforderlichen Nachweise vor der Befliegung abgestimmt werden.
Ihre Vorteile
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Berührungslose Übersicht größerer Modulflächen
- Kombination aus Wärmebild- und RGB-Aufnahmen
- Nachvollziehbare Lokalisierung auffälliger Bereiche
- Reduzierter Bedarf an flächendeckenden Dachbegehungen
- Strukturierte Vorbereitung technischer Nachkontrollen
- Dokumentierte Aufnahmebedingungen
- Wiederholbare Vergleichsaufnahmen
- Ergebnisse als Karte, Bildmaterial oder Bericht
Nächster Schritt
PV-Inspektion abstimmen
Senden Sie uns den Standort, die ungefähre Anlagenleistung, das Anlagenlayout und den gewünschten Prüfzweck. Wir prüfen anschließend die erforderlichen Aufnahmebedingungen, den Befliegungsumfang und die passenden Ergebnisse für Ihr Projekt.





